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Höhenburgen


Die meisten Menschen werden sich eine typisch deutsche Burg auf einem Berg vorstellen. Nach F. W. Krahes Statistik ist diese Auffassung nur bedingt richtig: Etwas über 60 % der deutschen Burgen liegen auf einer natürlichen Anhöhe. Die spezielle Lage einer Höhenburg läßt wiederum Einteilungsmöglichkeiten zu. Dabei ist die Spornlage mit Abstand die häufigste, weil die Angriffsseite hier besonders schmal und mit einem Abschnittsgraben gut zu verteidigen ist. Hanglagen gibt es dementsprechend selten, weil sie von oben sehr angreifbar sind.
 
Spornlage
Spornlage Illustration
 
Bsp.: Prunn
Berglage
Berglage Illustration
 
Bsp.: Runding
Hanglage
Hanglage Illustration
 
Eck-/Randlage

 
Bsp.: Wolfstein

Niederungsburgen


Niederungsburgen scheinen bedeutend seltener zu sein. Doch das liegt vor allem daran, dass Niederungsburgen leichter zu zerstören, besser in Schlösser umzuwandeln und besser als Steinbruch nutzbar waren. Deshalb sind die allermeisten heute verschwunden. Wie in Andreas Boos Buch "Burgen im Süden der Oberpfalz" ersichtlich, stellten selbst in der erhebungsreichen Oberpfalz Niederungsburgen einen großen Teil der Befestigungsanlagen. Sichtbar werden diese Burgställe heute vor allem auf Luftaufnahmen.
 
Wasserburg
Wasserburg Illustration
 
Bsp.: Wetterfeld
Ebene
Ebene Illustration
 
Bsp.: Alteglofsheim
Hügel

 

Sonderfälle


Flossenbürg Ein Sonderfall ist die bei mittelalterlichen Burgenplanern beliebte Felsturmburg. Diese verteidigungstechnisch sehr günstige, aber selten realisierbare Baukonstellation kommt in der Oberpfalz öfter vor.
 
Illustration Felsturmburg Beispiele: Flossenbürg (Bild), Sengersberg
 
 


Eine besonders exotische Burgengattung ist die Höhlenburg. In der Oberpfalz ist eines dieser seltenen Exemplare bei Eichhofen zu sehen, die Burgruine Loch. In Oberbayern finden sich die Burgen Stein an der Traun und Luegstein bei Oberaudorf.
 
Illustration HöhlenburgBeispiele: Loch


 


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Erstellt 1/2001, akt. 5/2014.