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Burgruine Dießenstein

Gemeinde Saldenburg, Landkreis Freyung-Grafenau, Niederbayern
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Geschichte


 
Diessenstein bei Apian 1568 Schweiker II. Tuschl zu Söldenau (bei Ortenburg) bekam von Ludwig dem Bayern 1347 den Auftrag, eine Mühle und einen Grenzübergang im Grenzgebiet zum Passauer Hochstift zu überwachen. Für diesen Zweck errichtete er direkt an der Ilz die Burg Dießenstein, eventuell in der Nähe oder auf der Stelle einer bereits abgegangenen Burg des Grafen von Hals. 1368 errichtete sein Sohn Heinrich Tuschl die nahe Saldenburg.

Ein paar Jahre später müssen die Tuschl aber die völlig unrentable Herrschaft Dießenstein wegen überbordender Schulden an die Fraunberger verkaufen, die sie an Bayern weitergeben. Danach ist die Burg bayerischer Pflegersitz. 1742 wird sie im Österreichischen Erbfolgekrieg durch den Pandurenführer Trenck zerstört und bald danach aufgegeben.
 

Beschreibung


 
Stich von Michael Wening 1701
Dießenstein ist eine spätmittelalterliche Kleinburg auf einem Felsen über dem Tal der Ilz, die durch einen Halsgraben vom Plateau abgetrennt ist. Mauerreste sind heute vor allem von der westlichen Ringmauer und dem großen Wohngebäude am Südenende zu sehen.

Vom achteckigen Bergfried, der freistehend mitten in der winzigen Anlage platziert war, und vom einst hohen, rechteckigen Torturm, die beide auf den historischen Abbildungen deutlich zu erkennen sind, ist dagegen nicht mehr viel übrig.

Deutlich zu erkennen ist auf den Abbildungen, dass bei Apian 1568 der Bergfried noch bedeutend höher ist als der Torturm. Bei Wening 1701 ist er niedriger - vielleicht wurde er in der Zwischenzeit teilweise abgetragen.

Die Ruine ist in einem sehr schlechten Zustand und bedürfte dringend umfangreicher Sicherung des Baubestandes.
 

Mauerreste


 

 

Karte


 

Skalierbare Karte auf openstreetmap.de:
http://openstreetmap.de/karte.html?zoom=14&lat=48.77038&lon=13.38696&layers=B000TT
 

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*Bewertung: wenig erhalten
 
Weitere Infos unter
http://de.wikipedia.org/wiki/Burgruine_Dießenstein

Erstellt 3/2009.