burgenseite.de
Burgenkarte  l  Verzeichnis  l  Geschichte  l  Aufbau  l  Links  l  Impressum


Burgruine / Schloss Saldenburg

Landkreis Freyung-Grafenau, Niederbayern
**


Geschichte


Kartenausschnitt bei Apian 1568
Heinrich Tuschl zu Söldenau (bei Ortenburg) bekam vom Grafen Leopold zu Hals 1368 den Auftrag, eine Burg auf seinem Gebiet zu bauen, um den Goldenen Steig, einen bedeutenden Handelsweg zu überwachen. In der Folge entsteht die Saldenburg, deren Name genau wie Söldenau von "sälde" stammt, was Glück bedeutet. Heinrichs Sohn Schweiker III. verkauft sie an den bayerischen Herzog, der sie 1389 an Ulrich Ecker gibt.

1446 erbt Heinrich von Ortenburg, 1468 an Gewolf zu Degenberg, der auch auf dem Weißenstein sitzt. Im Böcklerkrieg nehmen Truppen des bayerische Herzog die Burg ein. Später geht sie an die Grafen von Preysing-Moos, die 1682 den barocken Ausbau durch Enrico Zucchali veranlassen. 1742 wird sie im Österreichischen Erbfolgekrieg durch den Pandurenführer Trenck beschädigt. Ab 1848 in bayerischem Staatsbesitz, seit 1928 Jugendherberge, Sanierung 1979.
 

Beschreibung



Die Saldenburg ist im wesentlichen ein riesiger, kastenförmiger Wohnturm aus dem 14. Jahrhundert. Wegen seiner Form wird er in der Gegend auch Waldlaterne genannt. Er ähnelt dem Turm in Neunussberg. Wie dort ist das Untergeschoss für die ursprüngliche Küche und kleinere Nutzräume reserviert, darüber ein großer Saal, der heute als Rittersaal bezeichnet wird, dazu die neuere Küche. Im zweiten Stock der sehenswerte "gotische Saal" mit Rippengewölbe aus der Erbauungszeit und die barocke Kapelle. Darüber noch zwei Wohngeschosse, die wohl beim barocken Umbau 1682 hinzugefügt wurden: Auf der Karte von Apian von 1568 scheint der Wohnturm noch ein doppeltes Satteldach zu haben und niedriger zu sein, bei Wening um 1700 (Stich unten) hat der Turm dann die heutige Höhe und ein Zeltdach.

Erreichbar ist der Turm über eine steinerne Brücke, die den Halsgraben überspannt. Auf der anderen Seite des Grabens ein Höhenzug mit einer Art Vorburg, auf dem noch Reste weiterer Burggebäude und ein Turmstumpf erkennbar sind, auf dessen Fundament ein moderner Aussichtsturm gebaut wurde.
 

Stich von Wening (1690)


 

 

Wohnturm


 

 

Stumpf des zweiten Turmes


 

 

Karte


 

Skalierbare Karte auf openstreetmap.de:
http://openstreetmap.de/karte.html?zoom=14&lat=48.7753&lon=13.35907&layers=B000TT
 

zurück  nach oben  vor

**Bewertung: einzigartiger Erhaltungszustand, leider Wohnturm nicht zugänglich
 
Weitere Informationen unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Saldenburg_(Burg)
http://www.hdbg.eu/burgen

Erstellt 8/2008, aktualisiert 12/2013.